Willkommen im Kopfkino: Warum Dein Gehirn Dich ständig anlügt
Shownotes
In der heutigen Folge von „Gute Gespräche“ laden wir Dich herzlich zu einem Besuch im Kopfkino ein! Warum fällt es uns so leicht, aus einer ungelesenen WhatsApp-Nachricht oder einem kurzen Blick im Meeting ein riesiges Drama zu konstruieren? Und warum halten wir oft so verbissen an Geschichten fest, die uns eigentlich total stressen?
Wir räumen in dieser Episode mit dem Mythos auf, dass unser Gehirn die Welt wie eine passive Kamera einfängt. Stattdessen schauen wir uns an, wie wir durch unsere inneren Drehbücher und unbewussten Filter unsere eigene Realität erschaffen.
In dieser Folge erfährst Du:
- Die Wahrnehmungsfalle: Warum Du fast nie auf die nackte Realität reagierst, sondern immer auf Deine Interpretation davon (und manchmal sogar auf die Interpretation der Interpretation).
- Wahrnehmung vs. Wahrgebung: Warum der Kopf nicht nur zum Denken da ist, sondern das Gehirn wie eine Hochleistungs-Vorhersagemaschine arbeitet.
- Die 5 inneren Antreiber: Wie die klassischen Muster „Sei perfekt!“, „Beeil Dich!“, „Streng Dich an!“, „Mach es allen recht!“ und „Sei stark!“ aus der Transaktionsanalyse als Filter über unserem Alltag liegen.
- Der Confirmation Bias (Bestätigungsfehler): Warum Dein Gehirn eine vertraute Lüge oft viel gemütlicher und sicherer findet als eine unbekannte Wahrheit.
- Gefühle sind keine Fakten: Wie Du lernst, emotionale Botschaften zwar wichtig zu nehmen, sie aber nicht mehr als objektive Beweise für die Realität zu missbrauchen.
- Das Alltags-Experiment: Eine einfache Methode für die kommende Woche, mit der Du Deine eigenen Drehbücher sofort hinterfragen und entschärfen kannst.
Dein Coaching-Team: Nordisch. Echt. Für Dich.
Du ertappst Dich selbst ständig im Kopfkino oder merkst, dass Deine inneren Antreiber Dich oder Dein Team blockieren? Ob in Bremen und Hamburg oder überall dort, wo Du uns brauchst – wir unterstützen Dich dabei, Deine eigenen Drehbücher neu zu schreiben.
- Buche Dein Coaching direkt unter www.dein-coachingteam.de
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- Wir freuen uns über Austausch auf LinkedIn: Dorte und Martin
Wenn Dir diese Folge gefallen hat, freuen wir uns riesig über Deine Bewertung, ein Abo oder wenn Du die Episode mit jemandem teilst, der auch mal wieder eine Pause vom Kopfkino gebrauchen könnte! Bis zum nächsten Mal bei unseren Guten Gesprächen!
Transkript anzeigen
00:00:16: Hi, ich bin Martin.
00:00:18: Und ich bin Dorte.
00:00:20: Zusammen sind wir dein Coaching-Team
00:00:23: und arbeiten als systemische Coaches in Bremen und Hamburg und überall dort wo du uns brauchst!
00:00:29: Wir heißen dich auch heute wieder herzlich willkommen in einer neuen Folge von unserem Podcast Gute Gespräche und heute laden wir dich herzlich ein ins Kopfkino.
00:00:41: Ich habe da mal eine Szene mitgebracht, von der ich glaube die kennt bestimmt Jeder und jede, also alle die uns heute zuhören können sich damit ein Stück weit identifizieren.
00:00:53: Stell dir mal folgende Situation vor... Du hast da gerade jemanden kennengelernt!
00:00:58: Du bist knallverliebt bis über beide Ohren und dann sitzt du Zuhause auf dem Sofa.
00:01:04: Du tippst eine Nachricht an deinen neuen Crash und du schickst sie ab Und du siehst oh die wurde sogar schon gelesen blaue Haken.
00:01:15: Die Aufregung steigt und mit jeder Sekunde verwandeln sich diese zwei blauen Haken, die anzeigen, dass diese Nachricht gelesen wurde in die Blauen Hagen des Todes.
00:01:24: Es kommt nämlich keine Antwort!
00:01:27: Nicht sofort?
00:01:28: Nicht gleich – nicht nach fünf Minuten auch nicht nach einer Stunde.
00:01:33: Und... In deinem Kopf geht da womöglich schon ein Oscarreifer-Thriller los….
00:01:39: Da schießen dann so Gedanken durch die Gegend.
00:01:41: wie Bestimmt habe ich was Falsches geschrieben, bestimmt hat jetzt doch kein echtes Interesse mehr.
00:01:48: Wahrscheinlich bin ich mal wieder viel zu Forge aufgetreten.
00:01:52: also Hand aus Herz.
00:01:53: diesen Moment wo du etwas glaubst was sich absolut wahr anfühlt und sich dann am Ende womöglich als kompletter Quatsch heraus stellt.
00:02:04: den kennt auch bestimmt jeder oder?
00:02:07: Ich dachte gerade so ja total.
00:02:10: Also den kennt ganz sicher, jeder absolut.
00:02:13: und also damit noch mal von mir herzlich willkommen im Kopfkino premium abo.
00:02:18: Und gefühlt haben wir da ja alle eine Dauerkarte und es muss ja gar nicht irgendwie um eine Nachricht oder eine Antwort von dem Game Crash gehen sondern vielleicht reicht das auch.
00:02:29: oder wenn wir mal ein Business Kontext gucken so ah da hat im Meeting vielleicht jemand komisch geguckt.
00:02:37: Und so pen schreibt man gehören irgendwie innerhalb von Sekunden, ein richtig schönes Drama Drehbuch und inklusive Motiv.
00:02:48: So der allerbösesten Absicht.
00:02:51: Es wird total spannend.
00:02:53: es ist ja wir schwören in dem Moment auch Stein und Bein das wir einfach auf die Realität reagieren.
00:03:03: also ne?
00:03:04: Wir glauben, das ist die Realität und wir reagieren darauf.
00:03:07: Und in Wahrheit... ...ist es aber so, dass wir reagiern auf eine oder unsere Interpretation von der Realität.
00:03:19: Genau!
00:03:19: Also wir reagiren um das nochmal so ganz deutlich auszumachen.
00:03:22: Wir reagieren immer auf eine Interpretations-der-Realität.
00:03:26: Ganz spannend.
00:03:27: Manchmal wird es sogar noch ein Stück weit absurder.
00:03:31: da reagieren wir auf die Interpretation unserer Interpretations.
00:03:36: Also, wir erleben etwas!
00:03:38: Wir bewerten es und dann bewerten wir unsere eigene Bewertung und schwupsen für Kilometer weit von dem entfernt was eigentlich passiert ist.
00:03:46: also sowas wie im Meeting hat jemand geguckt und dann bewehrte ich das ah der hat komisch geguckt.
00:03:56: Hm, das hat mich aber gekränkt.
00:03:58: Und dann passiert womöglich noch so was wie dass ich diese Kränkung jetzt interpretiere.
00:04:02: und ah mann warum bin ich eigentlich nur immer so empfindlich?
00:04:06: Und zack zack, wir kommen vom hundertsten ins tausendste.
00:04:10: und die Geschichte mit meinem Crash und der nicht beantworteten oder nicht sofort beantwortete WhatsApp.
00:04:17: ne es könnte ja auch alles ganz anders sein.
00:04:20: vielleicht stand er einfach nur gerade an der Supermarktkasse und hatte die Hände voll und danach hatte er die Eiscreme für unseren geplanten gemeinsamen Netflix-Abend besorgt und wollte unbedingt sich ergehen, dass das Ding nicht geschmolzen zu Hause ankommt.
00:04:36: Und hat deswegen auch erst ein paar Minuten später geantwortet... ...und was mein Gehirn stattdessen getan hat anstatt zu überlegen, was hätte denn noch sein können?
00:04:47: Da hat mein Gehör in der Zeit einfach viel lieber einen Beziehungsdrama inszeniert!
00:04:55: Also, erster dicker Fettmarketersatz zu merken ist an der Stelle glaube ich so.
00:04:59: hey unser Gehirn ist kein Foto-Operat.
00:05:05: Wir stellen uns Wahrnehmung glaube ich häufig falsch vor.
00:05:08: also wir denken ja, dass unser Gehörn weiß nicht.
00:05:13: vergleicht es wirklich mal wie eine Kamera funktioniert?
00:05:16: Also da draußen passiert was die Linse fängt das ein, das Foto ist fertig und das ist die Wahrheit.
00:05:25: Denken wir.
00:05:27: Nee, genau.
00:05:30: Weil in der Neurobiologie und auch wie so im systemischen Coaching wissen wir dass es eben nicht so ist sondern das Wahrnehmung ein extrem aktiver und die würde sogar noch weitergehen einen extrem kreativer Prozess ist.
00:05:46: also unser Gehirn ist ja irgendwie... Es ist kein Beobachter, sondern es ist vielmehr so ein Regisseur.
00:05:54: Also es konstruiert ständig seine eigene Realität und glaubt aber, dass das Realität ist.
00:06:02: Also total will auch im Kopf gerade.
00:06:04: Genau!
00:06:04: Es ist nur eben konstruierte Realität.
00:06:07: Und es gibt da einen Coaching-Kollegen Gunther Schmitz... ...Gunther Schmidt, jetzt habe ich mich grade zu schnell verhasbelt den ich sehr schätze und respektiere.
00:06:18: der geht sogar soweit zu sagen, die Wahrnehmung eigentlich die falsche Bezeichnung für das, was da passiert ist.
00:06:23: Es war Gebung!
00:06:25: Also welcher Wahrheit gebe ich denn dem, was sich da wahrgenommen habe?
00:06:32: Also unser Gehirn ist halt nicht das, um...was man sich klassischerweise in der Philosophie früher vielleicht mal vorgestellt hat, also der Kopf ist zum Denken da.
00:06:42: Ne, unser Gehör arbeitet viel mehr wie eine Hochleistungsvorhersage Maschine.
00:06:50: Es versucht permanent zu erraten, was gleich passieren wird und gleich das mit alten Erfahrungen ab.
00:06:56: Das ist evolutionär bedingt.
00:06:58: den Sebelzantiger hatten wir ja auch schon an mehreren Stellen im Podcast.
00:07:02: aber das bedeutet es ist halt nicht so dass wir erst die Welt sehen und uns dann eine besonnene und wohl durchdachte Meinung darüber bilden sondern es ist umgekehrt!
00:07:15: Wir haben zuerst eine Erwartung Sehen wir die Welt nämlich genau durch die Brille dieser Erwartung, die wir haben.
00:07:24: Na ja, total spannend und ich glaube das erklärt dann auch warum zum Beispiel zwei Menschen dieselbe Situation erleben und hinterher zwei völlig verschiedene Geschichten erzielen können.
00:07:34: also der Depo wird sich ja manchmal fragt so hey war das das gleiche Gesprächs?
00:07:37: Waren wir im gleichen Raum mit den gleichen Situationen erlebt?
00:07:43: Ich nehme jetzt mal ein klassisches... Was viel aus dem Job der Tag.
00:07:50: Die Chefin sagt zum Beispiel Feedback-Gespräch, da ist noch Entwicklungspotenzial.
00:07:55: Also die Tonspur ist für beide Angestellten exakt identisch.
00:08:00: also man könnte meinen verstehen ja beides das gleiche aber
00:08:04: nie weil die Reaktionen die können super unterschiedlich ausfallen.
00:08:08: also der eine geht raus aus diesem Gespräch und denkt sich mega die Chefin die will mich fördern hier kann ich noch was lernen geil.
00:08:16: Und der andere geht raus aus diesem Gespräch und vergrebt sich dann erst mal tagelang im Büro, weil er nämlich gehört hat.
00:08:22: Puh!
00:08:23: Ich genüge nicht das was ich erleistet.
00:08:25: Das reicht alles nicht unvomöglich?
00:08:27: Bestimmt bald fliege ich hier raus.
00:08:30: Und das Problem ist eben selten die Situation an sich – dass was da passiert ist.
00:08:36: Der entscheidende Unterschied liegt häufig in der Bedeutung, die wir dieser Situation geben.
00:08:44: Und das ist tatsächlich total häufig und diese Bedeutung fallen halt nicht einfach so vom Himmel.
00:08:50: Sondern die Kompse aus den Geschichten, die wir uns irgendwie schon seit Ewigkeiten selbst erzählen.
00:08:55: Die Psychologie nennt es dann dieses Narrative-Selbst.
00:09:00: Also die Geschichte, die ich mir selbst über mich erzähle... Wir haben irgendwie alle, würde ich sagen, so feste Drehbücher im Kopf?
00:09:09: Nicht würde ich sagen, sondern das ist so ja alle feste Drehbücher im Kopf.
00:09:14: Und in der Transaktionsanalyse spricht man da eben außer von so fünf klassischen inneren Antreibern.
00:09:21: habt ihr vielleicht schon mal gehört und man kann es ganz einfach übersetzen diese inneren Antreiber dass im Grunde unsere Lieblingsfilter im Gehirn sind.
00:09:34: Die machen das Leben Alltag manchmal ganz schön bunt und wunderschön, erfolgreich und schillerne Farben.
00:09:41: Und die können aber eben auch unser Leben ganz schön stressig machen und sehr herausfordernd sein und uns blockieren und gar nicht positiv zum Gelegen beitragen.
00:09:52: Ich würde sagen dass wir an der Stelle mal kurz reingehen und diese fünf Antreiber eben einsammeln also auch diejenigen die jetzt noch... Nicht irgendwas von Transaktionsanalyse oder von den fünf großen Antreibern gehört haben.
00:10:06: Ich bin mir sicher, dass alle zumindest einige von diesen Antreibers sehr gut kennen, die uns jetzt gerade zuhören.
00:10:17: Als erstes gibt es da zum Beispiel den Sei-perfekt-Antreiber.
00:10:23: Das ist die Stimme, die dir ständig einflüstert du bist nur okay, wenn du auch absolut fehlerfrei ablieferst.
00:10:33: Oder der zweite, das wäre mein persönlicher Entgegner, der steht permanent am Spielfeldrand und ruft mir zu beheil dich mach schnell!
00:10:42: Also er sorgt dafür dass ständig so ein Druck da ist, so eine ständige innere Hetze.
00:10:48: Der Weh gleichzeitig sowie alle anderen inneren Antreiber natürlich auch was Gutes also.
00:10:52: der will mich beispielsweise davor bewahren Fristen zu verpassen, zu spät dran zu sein.
00:10:58: Am Ende irgendwie viel zu viel zu tun zu haben was ich dann nicht mehr schaffe während mir die Zeit davon läuft.
00:11:04: alles ganz gute Ehrenwerte Seiten auch zugleich.
00:11:08: auf der anderen Seite sorgt dieser Antreiber genau wie alle anderen auch versonnen gewisses.
00:11:14: naja so stressig müsste ich es mir vielleicht gar nicht immer machen
00:11:19: Geht halt.
00:11:19: wichtig, was du eben gesagt hast.
00:11:21: Also diese Antreiber haben immer so zwei Facetten also die können es bunt und schöner machen oder eben auch einfach total anstrengend in Nerf.
00:11:28: So okay zwei hatten wir.
00:11:29: fünf gibt's insgesamt.
00:11:31: ich hab hier noch die drei anderen Spezialisten für euch.
00:11:36: streng dich an ist einer von denen nach dem Motto nur wenn irgendwas richtig weh tut.
00:11:42: das war auch was wert Kennt der eine oder andere vielleicht von einer Arbeitsarbeit?
00:11:46: Nur wenn die Arbeit richtig anstrengend ist, dann ist sie auch gut.
00:11:50: Kann man ein Fragesteitbar machen.
00:11:52: Oder ganz kurz, wenn ich reingeretschen darf im Kernschluss gibt es ja auch die Annahmenorganisation.
00:11:58: Ach, wenn sich die Arbeit leicht anfühlt nicht und das ist auch nichts wert!
00:12:00: Dann ist es keine richtige Arbeit.
00:12:02: Ja genau, also total wild eigentlich halt um.
00:12:06: Ja oder was gibt's noch?
00:12:07: Es gibt diesen Harmonie-Klassiker.
00:12:10: Mach es allen recht.
00:12:13: Also, wo man sich selbst fast komplett vergisst.
00:12:16: und Hauptsache niemand ist böse auf einen.
00:12:18: Und ich würde sagen, kennen auch ganz viele Menschen oder neudeutsch so people pleasing.
00:12:27: Ein habe noch Nummer fünf sei stark.
00:12:31: also bloß keine Gefühle oder Schwäche zeigen sei stark.
00:12:37: Das Verrückte es ja... dass diese Sätze oder dieser Antreibern fühlen sich für uns so an wie so, ja ich würde fast sogar sagen unumstündlich die Tatsachen.
00:12:50: Also es sind das ist so die absolute Wahrheit.
00:12:54: also wir können sie gar nicht vorstellen dass das ja nicht so sein kann sondern doch so muss das sein.
00:12:58: ich muss allen recht machen oder ich muss mich anstrengen und dabei sind das eigentlich nur so... Ja alte Schlussfolgerung und die wir irgendwann mal gezogen haben.
00:13:09: Also aus einer Erfahrung raus, aus irgendwas was uns vorgelebt worden ist... ...und wirklich so ein Puse was sich dann irgendwie zum Gesetz hat beziehungsweise den Drehbuch was wir in unseren Köpfen geschrieben haben.. ..und wir sagten das Eingang schon, wir suchen halt immer nach der Bestätigung halt.
00:13:23: Genau!
00:13:24: Und spannend finde ich dann den Zusammenhang.
00:13:25: eben auch die Frage, warum?
00:13:27: Halten wir denn dann so verbisten an diesen Geschichten fest, die wir uns selbst erzählen.
00:13:32: Selbst wenn sie an der einen oder anderen Stelle für Ungemach sorgen, wenn Sie uns total unter Stress setzen?
00:13:40: und das hängt eben mit diesem Gedanken zusammen, den wir eben schon genannt, dass unserem Gehirn Vorhersagbarkeit so wahnsinnig wichtig ist.
00:13:51: Vorher Sagbarkeit nämlich sogar wichtiger als die nackte wahre Wahrheit.
00:13:57: Unser Gehirn liebt einfach Konsistenz und braucht eine möglichst stabile, möglichst verständliche Welt.
00:14:06: Und das führt dann eben dazu dass uns eine vertraute Lüge sowas wie ich muss hier alles alleine schaffen häufig sicherer anfühlt als eine Wahrheit die wir vielleicht noch nicht kennen, die sich noch unbekannt anfühlt.
00:14:27: Ja genau und da sind wir dann auch so bei dem berühmten Bestätigungsfehler, den Confirmation Bias.
00:14:34: Also wir Menschen suchen im Alltag selten nach der nacken Wahrheit, sondern wir suchen immer nach der Bestätigung für das was wir halt ohnehin schon in unserem Kopf glauben.
00:14:45: oder was wird dafür für die Wahrheit halten?
00:14:49: Wenn ich also so im tiefsten innersten Nachhinein überzeugt bin, dass ich halt nicht wichtig bin beispielsweise.
00:14:56: Dann werde ich zum Beispiel jede ungelesene Nachricht eben als Beweismaterial dafür sammeln.
00:15:00: und
00:15:02: die fünf Nenntnachrichten vorher ja das ist total egal weil ich suche nach der Bestätigung für das was sich glaube ich überzeugte.
00:15:10: Das
00:15:11: ignoriert eben auch alles drum herum.
00:15:12: dann
00:15:13: genau das erinnert mich gerade zu an Situation, die kennt bestimmt auch jeder aus dem echten Leben.
00:15:18: Da hat eine gute Freundin gerade Liebeskommar und diese eine unbeantwortete Nachricht steht so im Zentrum des Gesprächs.
00:15:25: das eben alles andere, alles nette, alles Gute was da auch gesagt wurde spielt gar keine Rolle.
00:15:30: Nee, das ist jetzt nicht wichtig.
00:15:33: Diese Wahrheit wird gar nichts zugelassen.
00:15:36: Und ein Gedanke der mir persönlich auch ein Stück weit weitergeholfen hat Da hattest du in der Vorbereitung auf diesen Podcast-Episode auch ziemlich stark formuliert dort.
00:15:49: Gefühle sind halt wichtig, aber gefühle... ...sind auch noch was anderes als Fakten!
00:15:57: Also klar wenn ich mich gerade traurig fühle dann ist das ein Fakt.
00:16:00: Dann ist diese Traurigkeit, diese Trauer die ist dann grade da.
00:16:04: Aber worauf ich hinaus will?
00:16:05: Das, was sich für mich als wahr anfühlt Brauche ich bitte schön nichts zu behandeln, als ob es wirklich die reine wahre Wahrheit wäre.
00:16:16: Ja und ich finde das ist ein riesiges Missverständnis.
00:16:19: also wenn ich mich zum Beispiel wertlos oder zurückgewiesen fühle dann ist dieses Gefühl in dem Moment ja total real und das darf auch sein.
00:16:28: also das ganz wichtig an der Stelle.
00:16:30: aber daraus folgt logisch eben nicht automatisch dass ich irgendwie tatsächlich wertlos bin oder zurückgewiesen wurde.
00:16:39: Das ist der große Unterschied.
00:16:40: Also, Gefühle liefern uns wertvolle Informationen über unseren inneren Antrag bei und unsere Geschichte auch.
00:16:48: ja aber ganz wichtig sie sind keine objektive Beschreibung der Realität.
00:16:54: Und hier kommt jetzt ein Gedanke der so wichtig ist das für ihn nicht das erste Mal in diesem Podcast äußern zwischen dem was passiert und dem was wir daraus machen liegt eben ein Raum und genau in diesem Raum entstehen unsere Geschichten.
00:17:12: Und genau in diesen Raum liegt aber auch unsere Freiheit, Freiheit zum Beispiel nicht mehr sofort jede Geschichte zu glauben die ich mir gerne selber gerade servieren würde sondern eine gewisse Neugier vielleicht mal die eigenen Triehbücher ein bisschen genauer anzuschauen.
00:17:31: Und das finde ich ja sehr schön.
00:17:33: Wir haben immer wieder die Strippen in der Hand, aber wenn das so viel automatisch läuft, wir können da immer wieder reingrechen ist es.
00:17:38: Sehr schön!
00:17:39: Wir kommen schon fast zum Ende verrückt.
00:17:43: Ich mag euch einmal so die drei wichtigen Punkte zusammenfassen.
00:17:50: Du erlebst nie die Nakterialität sondern immer deine ganz persönliche Interpretation davon.
00:17:59: Steile These ist aber so
00:18:02: Ja, also ich würde es jetzt fett markieren.
00:18:04: das kann man auf der Tunschwone.
00:18:09: Es geht weiter.
00:18:09: dein Gehirn ist keine Kamera sondern Martin sagt dass das vor uns ist.
00:18:13: schön eher so eine Vorhersagemaschine und die liebt es halt und sie sehr sehr sich von alten Filtern so mache sein recht sei perfekt eben leiden zu lassen.
00:18:25: Die Vorhnersage Maschine sucht nach Bestätigung nicht nach Wahrheit.
00:18:29: ja Genau, und ja so als drittes vielleicht noch.
00:18:34: Gefühle sind erstmal so ganz super und doch wichtige Wegweiser?
00:18:39: Ja haben wir auch schon in anderen Folgen hier beobachtet eure gefühle die sie möchten euch immer irgendwas mitteilen.
00:18:47: was aber ganz wichtig ist Sie sind eben keine Beweise für die objektive Wahrheit also auch wenn es sich so real anfühlt.
00:18:54: aber die beweisen gar nichts was du dir da gerade als Geschichte selber erzählt hast.
00:18:58: genau Unterm Strich ist es eben leider immer noch nur gefühlte Wahrheit.
00:19:04: Und weil wir in diesem Podcast bei unseren guten Gesprächen ja große Fans vom Ausprobieren sind, möchten wir dich diese Woche zu einem kleinen Experiment einladen.
00:19:16: Nimm dir in den nächsten Tagen mal eine ganz konkrete Situation vor die dich emotional erwischt hat!
00:19:25: wo du vielleicht unter Stress geraten bist, wo du dich geärgert hast oder wo dich womöglich etwas verunsichert hat.
00:19:33: Und wenn du diese Situation hast dann schnapp dir einen Zettel und beantworte folgende drei Fragen schriftlich auf den Zetteln.
00:19:42: Erste Frage!
00:19:44: Was ist objektiv passiert?
00:19:46: Also schreib wirklich an der Stelle auch nur die nackten Fakten auf also das was jetzt zum Beispiel eine Videokamera aufgezeichnet hätte.
00:19:54: Beispiel, die Person hat mir seit zwei Stunden nicht geantwortet.
00:20:00: Fertig!
00:20:00: Keine Interpretationen keine Geschichte drum herum sondern einfach kurz und knackig die Situation beschrieben.
00:20:07: Also wirklich nur das reine Drehbuch.
00:20:10: zweite Frage dann?
00:20:11: Und welche Geschichte erzähle ich mir selbst darüber?
00:20:15: also welcher innere Antreiber hat da vielleicht gerade das Steuer übernommen?
00:20:19: was mache ich denn jetzt daraus?
00:20:21: zum beispiel so etwas wie Ja, ich bin halt nicht wichtig genug oder was auch immer.
00:20:28: Und Frage Nummer drei und ich finde das so der lustigste Teil.
00:20:33: Welche andere Erklärung könnte ebenso wahr sein?
00:20:36: Also macht die mal auf die Suche und findet so drei alternative Möglichkeiten.
00:20:42: Das muss jetzt nicht das schönste oder dunkelste sein sondern einfach nur eine andere Option.
00:20:52: das Handy ist leer, die Katze wollte gerade auf den Baum klettern.
00:21:01: Das Eis muss in der richtigen Konsistenz nach Hause gebracht werden?
00:21:04: Whatever!
00:21:05: Genau, whatever und wir sind ansonsten immer sehr zurückhaltend mit absoluter Erfolgsgarantien.
00:21:10: aber ich glaube an dieser Stelle können wir uns tatsächlich mal aus dem Fenster lehnen denn wenn du dich auf dieses Experiment einmal einlässt wirst du merken allein durch diesen kleinen Perspic Tiefwechsel mal zu überlegen, was könnte denn rein theoretisch auch noch eine mögliche Erklärung seiner Alternative Geschichte.
00:21:31: Allein dadurch verliert diese erste intuitive stressige, möglicherweise stressige Geschichte ihre große Macht über dich.
00:21:42: Häufig ist es eben so wir leiden nicht an dem was passiert ist sondern an dem Drehbuch das wir darüber Schreiben.
00:21:50: also probier es gerne aus.
00:21:51: wir laden dich herzlich ein werde zur Drehbuchautor in für deine eigenen Geschichten oder für eben alternative Erzählungen die genauso gut funktionieren könnten.
00:22:02: Super ich finde das klingt richtig schön und total simpel.
00:22:06: und diese fünf Antreiber wenn jetzt hast meine freunde ja ist es aber nicht, leider nicht immer!
00:22:15: Also tatsächlich so aus der Erfahrung raus.
00:22:18: Das begegnet uns im Coaching wirklich sehr, sehr häufig oder auch in unserer Arbeit mit Teams eben dass wir merken, ah das spielen innere Antreiber noch alle und wir haben gehört sehr es kann sehr positiv sein die können uns motivieren und positiv antreiben aber die können ja auch echt stressen und übelst herausfordern das Leben echt schwer machen.
00:22:41: Und dann ist es manchmal gar nicht so leicht, weil das ist ja so wahr für uns da alleine rauszukommen.
00:22:45: und ich glaube, dass dann eine gute Gelegenheit um dir ein Coaching bei uns zu fuchen.
00:22:50: Genau alles was du dafür brauchst unsere Kontaktdaten oder auch einen Kontaktformular oder unseren Mail Adressen findest du zum Beispiel bei uns auf der Website unter www.deinstrichcoachingteam.de
00:23:03: Und ansonsten auch gerne auf LinkedIn, auf Instagram.
00:23:06: Auch da findest du uns und es gilt überall das gleiche.
00:23:09: Leiten teilen, kommentieren, folgen damit du nichts mal verpasst.
00:23:13: Freuen wir uns drauf!
00:23:15: Ja ich würde sagen wir gehen jetzt Drehbücher schreiben unsere eigenen neuen Geschichten.
00:23:22: Und freuen uns dann schonmal auf die nächste Folge für heute.
00:23:26: ist alles gesagt oder?
00:23:28: Ist alles gesagt?
00:23:29: ja.
00:23:29: Okay bis zum nächsten Mal dann
00:23:31: tschüss tschüs.
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